Welche Währung?

Welche Währung wurde in der einstigen Deutschen Kolonie Kiautschou benutzt? werden Sie vielleicht fragen, und damit heiße Diskusionen auslösen … Es bleibt nicht einfach.

Welche Währung darf es nun sein?

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10 – Cent Münzen von 1909

Außer dem im Deutschen Reich ausgegebenen Geld gab es seit 1907 Banknoten der Deutsch-Asiatischen Bank zu 1, 5, 10 und 20 Tael

Als wäre dies noch nicht genug, war da noch eine andere wichtige Währung. Seit 1907, auf dem mexikanischen Silberdollar fussend, kam noch der deutsche Dollar aus China mit ins Spiel.

Von den fünf Ausgabestellen in China war Tsingtau die wichtigste. Hier kamen ausschließlich Dollar, überwiegend 1-Dollar-Scheine, in Umlauf.

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Die auf den 1. März 1907 datierten und in Leipzig gedruckten Banknoten wurden ab 17. Juni in der Stückelung von 1, 5, 10, 25 und 50 Dollar sowie 1, 5, 10 und 20 Tael ausgegeben.

Im Juni 1914 liefen 2333064 Dollar in Banknoten der Tsingtau-Ausgabe um, das waren 67 Prozent aller von der Deutsch-Asiatischen Bank in China ausgegebenen Dollar. Vom 1. Juli 1914 datiert eine neue Geldscheinausgabe, die auch höhere Nominale wie 100, 200, 500 Dollar und 50, 100 und 500 Tael einschloß, allerdings wurde eine Ausgabe dieser neuen Scheine durch den Kriegsausbruch verhindert.

Am 26. August 1909 wurden mit dem Reichspostdampfer von Bremerhaven nach Tsingtau passende 5 und 10 Centmünzen transportiert. Die Einführung der Nickelmünzen in Kiautschou erfolgte nach der Verordnung des Gouverneurs vom 11. Oktober 1909


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