Fangtse

Fangtse

In der einstigen deutschen Kolonie Kiautschou und in der Schantung Region war das Dorf Fangtse (heute: Fangzi) als Zentrum des Bergbaus wohlbekannt. Heute ist die (deutsche) Geschichte fast vergessen, anders als in der Hauptstadt Tsingtau, dümpelt als Vorort der Stadt Weifang herum.

Lange vorbei sind die Tage des Wirtschaftlichen und Finanziellen Aufschwungs durch das deutsche Kaiserreich, das Fangtse zur Drehscheibe des Bergbaus in China machen wollte.

Heutzutage gibt es kaum noch etwas, das in die „gute, alte Zeit“ erinnert, als noch die Schantung-Bergbau-Gesellschaft am Ziehen der Fäden war.

Die Gesellschaft, die die Aktivitäten inner- und ausserhalb von Fangtse koordinierte. Aber die Stadt hatte immer nur die 2. Geige gespielt. Gegen den Glanz von Tsintau kam sie nicht an.

Sie war eine Arbeiter-Stadt, die förmlich nach Schweiss stank, kein auf hochglanz polierter „Platz an der Sonne“. So ist es nur nachvollziehbar, das der Firmenhauptsitz in Tsingtau war.

Überhaupt, ohne die reichen Kohle- und Eisenerzvorkommen in meist hervorragender Qualität wäre Fangtse und die gesammte Schantung-Region niemals in den Fokus gekommen.

Von denen Versprach man sich fette Gewinne, doch was nach Abzug der Transportkosten übrig blieb …
Und auf dem lokalen Markt war kein Geld zu scheffeln.

Mit den Zuschüssen aus der Heimat rentierte sich der Handel gerade so, doch mehr das Siegel „Made in China“ als „Aufhänger“ und Qualitätsbeweis. Doch was sollte man tun?

Mit dem tradionellen Handwerk, nämlich Scherenschnitte und Lenk-Drachen lies sich in Europa kein Geld zu verdienen, so filigran sie auch gearbeitet waren.

Es blieb quasi nur der Export von den Rohstoffen übrig

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs kamen die Japaner als Besetzungsmacht, dannach die U.S.A. Es sollte noch lange dauern, bis die Region endlich wieder in chinesischer Hand befand.


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Fangtse heute

Heute ist Fangtse ein Vorort der chinesischen Stadt Weifang; wird oft als Eurotown bezeichnet, als europäisches Erbe.

Weifang

Deutschand und die anderen Besatzer sind längst vergessen, nicht wie in Tsingtau, wo man stolz auf die deutsche Vergangenheit ist.

Gallerie von Fangtse

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