Chinesisches Essen

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Überblick

Chinesisches Essen – Wem läuft da nicht das Wasser im Munde zusammen. Vertrautes und Neues im Zusammenspiel, heimisches und Orientalisches – ein Gaumenschmaus!

Chinesisches Essen - Chicken Gon Bao
Chicken Gon Bao

Wer hat nicht von der spektakulären Peking-Ente gehört? Oder von Chicken Gon Bao oder Dim-Suns?

Chop Suey ist jedoch ein amerikisches Gericht, wurde in den 1860er-Jahren von chinesischen Auswanderern erfunden.

Doch chinesisches Essen ist nicht gleich chinesisches Essen! Die Unterschiede sind zum Teil erheblich!

Deshalb wird die chinesisches Küche oft nach Regionen getrennt.

Die großen Regionalküchen Chinas

Chinesisches Essen - Der Wok

Prinzipiell haben die meisten der 23 Provinzen Chinas ihre eigene Regionalküche, die sich mitunter erheblich voneinander unterscheiden.

Zu den 8 wichtigsten regionalen Kochtraditionen, deren Gerichte chinaweit populär sind, gehören:

  • Die würzige Chuan-Küche aus Sichuan, in der gerne Frühlingszwiebeln, Chili, Sojasauce und Ingwer verwendet werden
  • Die scharfe Xiang-Küche aus Hunan
  • Die kantonesische Yue-Küche, die für ihre Ausgewogenheit und Vielfalt, aber auch die Verwendung ungewöhnlicher Zutaten (z. B. Hundefleisch) bekannt ist
  • Die Min-Küche aus Fujian ist leicht aber geschmackvoll, mit besonderer Berücksichtigung von Umami
  • Die nordostchinesische Lu-Küche ist vor allem für ihre Teigwaren (Nudeln, Maultaschen (Jiaozi), Pfannkuchen) bekannt.
  • Die ostchinesischen Küchen Hui, Zhe und Su sind sehr vielseitig und legen viel Wert auf die flexible Auswahl von Zutaten anhand der saisonalen Verfügbarkeit

Weitere bekannte Küchen sind:

  • Die Shanghai-Küche verwendet viel Fisch, Meeresfrüchte und süß-saure Würzsaucen
  • Unter den chinesischen Regionalküchen weicht besonders die uigurische Xinjiang-Küche ab, weil in ihr Bratkartoffeln, Fleischspieße und Fladenbrot auf persische Art zubereitet werden.
Chinesisches Essen - Dim-Sum

Die einzelnen Regionalküchen werden manchmal auch grob nach Himmelsrichtungen unterteilt: Nord (u. a. Dongbei, Xinjiang, Mandschu, mongolisch); West (u. a. Sichuan, Yunnan, Hunan); Süd (u. a. Kanton, Guangxi, Hongkong) und Ost (u. a. Shanghai, Jiangsu, Zhejiang).

Eine weitere Möglichkeit ist die Einteilung in spezielle Küchen:

  • Fangshan Palastküche (Küche des ehemaligen Kaiserhauses der Qing-Dynastie)
  • Konfuzianische Gerichte (Kong-Familie)
  • Tanjia-Gerichte (Gerichte der Tan-Familie, süß-salzig mit vielen Meeresfrüchten)
  • Formelle Bankett-Küche (Delikatessen der mandschurischen und chinesischen Küche)
  • Vegetarische Gerichte (aus religiösen Gründen)
  • Medizinale Gerichte (Gesundheitsküche), auch als chinesische Diätetik bezeichnet

Unterschieden wird auch noch nach den Bestandteilen und damit der Farbe in rotes Kochen (mit Sojasauce) und weißes Kochen. Großer Beliebtheit erfreut sich heute die so genannte Nyonya-Küche, eine Fusion-Küche, die chinesische vor allem mit malaiischen Traditionen verbindet. Beheimatet ist sie in Malaysia, Singapur und Hongkong.

… alle Theorie ist grau

Chinesisches Essen - Schweinefleisch Süß-Sauer
Schweinefleisch Süß-Sauer

ohne diese Köstlichkeiten selbst zu haben.

Also Hop! (wie der Verfassser dieser Zeilen, unmittelbar nach der Fertigstellung der selbigen) und auf zum nächsten „Chinesen“.

Das Fleisch ist so zart, es zergeht fast im Munde, die Gemüse noch knackig – so muss es sein.

Oder Selbst gemacht .. ist ganz einfach .. Rezept

Zutaten

Wie fast allen asiatischen Gerichten fehlt eine Zutat, die besonders im europäischen Raum verbreitet ist, nämlich Milch bzw. Michprodukte wie Sahne oder Creme Fraiche wegen der weit verbreiteten Lactoseintoleranz der Bevölkerung.

Dagegen sind andere Zutaten, wie die unerlässliche Soja Sauce oder Tofu, längst auch in Europa und Amerika zu Hause angekommen. Reiswein, grüner Tee und die Teezeremonie wurden nicht etwa aus Japan zu uns, sondern aus China nach Japan gebracht.

Eine bedeutende Rolle spielen die Fünf Elemente:

Chinesisches Essen
  • Holz entspricht sauer
  • Feuer entspricht bitter
  • Erde entspricht süß
  • Metall entspricht scharf
  • Wasser entspricht salzig

Ins Reich der Legenden gehört jedoch, dass Nudeln aus China nach Europa kamen: Nudelgerichte waren schon den Griechen und Etruskern bekannt.

gebratene Nudeln
auch Nudeln kommen zum Einsatz

Das beliebteste Fleisch ist vom Schwein, gefolgt von Huhn-, Rind- und Entenfleisch, jedoch stehen auch diverse Suppen, Fisch und Meeresfrüchte stehen auf der Speisekarte. Wichtig ist generell neben Farbe, Aroma und Würze die Konsistenz – Schwalbennester und Haifischflossensuppe werden fast nur wegen ihrer Konsistenz gegessen.

Esskultur – mehr chinesisches Brauchtum

„Warum rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmecket?“

August der Starke

Mit diesem fälschlicherweise Martin Luther zugewiesenem Zitat könnte man die chinesische Esskultur wohl am Besten umschreiben – allzu zart besaitet sollte man nicht sein. Essen in China ist hauptsächlich eine kommunikative Angelegenheit.

Die traditionellen Tischsitten unterscheiden sich erheblich von den europäischen. So ist es völlig üblich, zu schmatzen und zu schlürfen oder mit vollem Mund zu reden, manchmal sogar zu rülpsen. Es wird unbesorgt gelacht und laut geredet.

Im heutigen China bekommen allerdings mehr und mehr die international üblichen Tischmanieren Geltung, vor allem im Umfeld der urbanen Gastronomie und Gesellschaft. Eine Ausnahme stellt das Schlürfen von Suppen, Nudelspeisen oder Flüssigkeiten dar, das durch die Form der in Asien gebräuchlichen Löffel begünstigt wird. Durch gleichzeitige Aufnahme von Flüssigkeit und Luft kommen Aroma und Geschmack der Speisen erst richtig zur Geltung, ähnlich wie bei der Verkostung von Wein.

Am runden Tisch

Gerne wird in China am runden Tisch serviert, in der Mitte, auf einer Drehplatte, die Speisen.

Wenn man ins Restaurant eingeladen wird, sollte man den Gastgeber bestellen lassen. Der Gastgeber sitzt am runden Tisch gegenüber der Eingangstür, Chinesen glauben, der Platz gegenüber dem Eingang ist der Ehrenplatz. Wenn das Essen auf dem Tisch ist, sollte man nicht sofort drauf losstürzen, sondern warten, bis der Gastgeber sagt, „Beginnen wir mit dem Essen“, dann können Sie anfangen.

Der Gastgeber ist sehr wichtig

Die Sitzordnung ist vermutlich der wichtigste Aspekt der chinesischen Tischetikette. Bei geschäftlichen oder eher förmlichen Anlässen spiegelt sich die hierarchische Ordnung der Gruppe wider. Der Ehrenplatz ist jener gegenüber der Eingangstür, hier sitzt üblicherweise der Gastgeber. Zu seiner Linken und Rechten werden die Ehrengäste platziert, und die anderen nehmen die restlichen Plätze ein.

Wenn Sie sich unsicher sind, welchen Platz Sie am Tisch einnehmen sollst, dann warten Sie einfach ab, der Gastgeber wird Ihnen einen Platz anweisen.

Alle Gerichte werden geteilt

Beim chinesischen Essen wird niemandem ein einzelnes Gericht an seinen Platz serviert, in China bestellt man viele Gerichte und teilt jedes Gericht mit den anderen Gästen. In manchen guten Restaurants gibt es gemeinsame Essstäbchen, aber im allgemein nimmt man das Essen mit seinen Stäbchen heraus.

Trinken

In chinesische Restaurants werden, Wein, Bier und hochprozentiger Alkohol angeboten, letzterer zählt zu den Lieblingsgetränken der Chinesen, die meisten sind Schnäpse mit einem Alkoholgehalt von 50 – 70 Vol. %. Wenn du mit Chinesen gemeinsam zu Abend isst und dabei Alkohol getrunkrn wird, achte auf das Wort „Ganbei“, Es bedeutet nicht „Prosit“, sondern austrinken. Bei Ganbei sollten wir beachten, dass unser eigenes Glass stets unterhalb dem des Gastgebers zu halten.

Quelle Wikipedia


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